| Hochgrat-Skirallye
(Ein Erlebnis Bericht von und mit Utta Karg)
Was für ein Wetter im Allgäu:
Bei Traumbedingungen mit grandioser Fernsicht und wolkenlosem Himmel ging am Sonntag, den 15.1. die Hochgrat-Skirallye über die Bühne. Insgesamt 132 Starter machten sich um 10 Uhr bei frostigen Temperaturen an der Hochgratbahn-Talstation auf den Weg in Richtung Gipfel. Wie bereits im Vorjahr wurden bei der Hochgrat-Rallye auch 2012 wieder die deutschen Meistertitel in der Disziplin Single vergeben – bei den Herren auf der langen Strecke (1600 Hm), bei den Damen und den Jugendlichen auf der kurzen Runde (1000 Hm).
Leistungsstarkes Starterfeld:
Angelockt durch das schöne Wetter und den Ruf des Rennens als sehr schnelle Strecke standen heuer auch etliche starke ausländische Läufer an der Startlinie - insgesamt waren sechs Nationen im Allgäu vertreten.
Ein von mir selbst ein langgehegter Traum, hier mal mitzumischen. Als Zuschauer wie jedes Jahr und montäglicher Hobbyläufer auf den Hochgrat kenne ich mich ja gut aus. Also : Heimvorteil.
Doch der Massenstart hat mich gleich geschockt, alle rannten gleich den ersten Stich hoch, als wäre dies ein Kurzsprint in der Ebene.
Mit ultraleichtem Material, Skischuhen mit einem Gewicht von ca. 600gr (meine Skischuhe wiegen fast 2kg) und hautengen Anzügen gings dann in rasantem Tempo bergauf. Ich konnte mein Tempo halten und hatte bald wieder die sich in die Länge ziehende Gruppe im Blick und zum Teil auch fast eingeholt. Helmtragen, Lawinenschaufel, Verschüttetensuchgerät, Windjacke und Rettungsdecke im Rucksack waren Pflicht und wurden auch auf Funktion geprüft.
Ich versuchte mein Tempo zu halten, das Atmen fiel mir bei anfänglichen 17Grad minus nicht leicht.
Unterhalb vom Staufner Haus angekommen gab es –wie beim Triathlon auch- eine erste Wechselzone. Es galt schnell die Skier am Rucksack zu befestigen und ziemlich steil zum Grat hinaufzustapfen, von dort aus auch bis zur Bergstation.
Unter dem Jubel der dortigen Zuschauer, einigen LTC-Fans und meiner Familie genoss ich endlich in der Sonne zu sein und den tollen Weitblick.Doch gleich wurden die Skier angeschnallt um die letzten Meter zum Gipfel zu erklimmen. Bei eisigem Wind, schnell, schnell wie daheim auf dem Wohnzimmerteppich und die letzten Tage bei Sturm Vorort eingeübt, riss ich mir die Klebefelle von den Skiern, steckte sie mir schnell unter die Jacke und machte mich auf den Weg nach unten.
Anhand von roten Fähnchen und immer abseits der Piste wurde ich in rasanter Fahrt ins Tal geleitet. Der Wettkampf war toll organisiert und hat mir einen Heidenspaß gemacht.
Mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 1:44:44h dem 2. Platz in der AK und einem tollen Preis war ich sehr zufrieden.
Erste Frau wurde Barbara Gruber, wie jedes Jahr in einer Zeit von 1:02:44h
Platz vier und Bronze in der DM-Wertung ging an die unsere Bärbel Schuster ,ebenfalls vom LTC Wangen, die mich sehr motivierte, mitzumachen und nicht nur mit guten Tipps unterstützte.
Sepp Rottmoser aus Rosenheim wurde über die lange Distanz von 1600hm in 1:36:11h erster Mann und somit Sieger.
Aktualisiert (Freitag, 20. Januar 2012 um 12:48 Uhr)







