| | Jeantex TourTrans Alp 2010 |
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| Geschrieben von: Wolfgang Gassner |
| Mittwoch, 07. Juli 2010 um 04:14 Uhr |
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Ein Erlebnisbericht von Martin und Claudia Gralki Für uns war es erstmal Stress und wir waren froh, als es nach 55km auf den ersten richtigen Pass, dem Küthai, hinauf ging. Ein richtiger „Bergdruck“ wollte sich noch nicht einstellen, so kamen wir als 14. Mixed- Paar in Sölden an. Am nächsten Tag ging es von Beginn an bergauf auf das Dach der Tour, dem Timmelsjoch auf 2500MüM. Und hier begann sie uns zu packen: die Begeisterung für die Sache.Strahlend blauer Himmel, meterhohe Schneewände, riesige Bergwände und mitten drin eine bunte Meute Radfahrer, die sich die Serpentinen hochschlängelten. Es war ein Genuss, auf dieser schönen Alpenstraße ohne störenden Auto- und Motorradverkehr fahren zu dürfen. Plötzlich war er auch da, unser gewohnter Rhythmus am Berg und wir fuhren stetig weiter nach vorne im Feld. Überglücklich von einem genialen Tag fuhren wir als 7. Mixed Paar in Brixen auf dem Marktplatz ein. Mit einem Fußbad in einem Brunnen und einer kühle Cola ließen wir die Etappe Revue passieren. Am dritten Tag wartete eine besondere Strecke auf uns: das Würzjoch und der Furkelpass mit „nur“ 85km, aber dafür 2939 Höhenmetern inclusive 19 % Rampen, engen und schlechten Straßen. Martins Motto war für diesen Tag: „ Ich könnte die Kurbel verreißen“ und so kam Claudia öfters in den Genuss sich dranhängen zu dürfen. Im Ziel in S. Vigil freuten wir uns riesig über den 8. Platz und dass das Ergebnis vom Vortag keine Eintagsfliege war. Noch hatten wir nicht die Hälfte der Tour in den Beinen und die Königsetappe über 5 wunderschöne Dolomitenpässen stand am vierten Tag auf dem Programm: 130km mit 3450Hm und der schwere Passo Giau mit 17 % Strecken ganz am Ende. Platz 9 war der Lohn dieses Tages. Geschätzte 150 Serpentinen fuhren wir an diesem Tag. Am Abend schaukelte man sich noch beim Einschlafen von Serpentine zu Serpentine bergab und verbesserte im Schlaf seine Abfahrttechnik. Spannend wurde es langsam in der Gesamtwertung, da die Teams zwischen Platz 7 und 12 innerhalb von wenigen Minuten platziert waren. Wir lagen am 4. Tag auf dem 8. Gesamtrang. Am fünften Tag verließ die Tour die Dolomiten über den Passo San Pellegrino. Diese Etappe war für uns die spannendste der Tour, denn wir duellierten uns mit drei anderen Mixed- Teams, was richtig Spaß machte. So beendeten wir die Strecke von Alleghe nach Kaltern auf dem 6. Platz mit einem knappen 28er Schnitt. Trotz der Konkurrenz war die Kameradschaft unter den Teams super und man unterstützte sich gegenseitig. Noch zwei Etappen standen an und so langsam setzte sich die Ermüdung in den Beinen fest. Werden wir die letzten zwei Tage weiter so durchhalten können? Aber viel Gedanken machten wir uns zum Glück darüber nicht, denn am Kalterer See war es viel zu schön und wir genossen das Nachmittagsfaulenzen am Wohnmobil. Der sechste Tag war als die heimliche „Königsetappe“ gefürchtet, denn ein kleiner unbekannter Anstieg mit je zwei 2km Rampen über 18% bei Hitze raubte vielen Fahrern die Kräfte. Dazu kam der Manghen Pass, übrigens ein Geheimtipp im Trentino für Rennradler, und die Bruthitze im Val Sugana. Auch wir waren zusehends angenockt und wir sehnten mit jeder Pedalumdrehung das Ziel in Trento herbei. Die Zieleinfahrt in Trento auf dem mittelalterlichen Domplatz war dafür herrlich. Den Nachmittag verbrachten wir auf einem großen asphaltierten Stellplatz mitten in der Stadt, was unser größter Fehler war. Die Temperaturanzeige zeigte 38 °C (im Schatten!), es war unerträglich heiß. Am Abend beschlossen wir aus der Stadt zu fahren, um außer- und oberhalb der Stadt zu übernachten. Die beste Entscheidung des Tages, der Schlaf war gerettet. Tag Sieben, das große Finale von Trento nach Arco wartete auf uns. Als Schmankerl hatten uns die Organisatoren eine Streckenänderung gemeldet, die die letzte Etappe um 10km verlängerte. Gleich zu Beginn musste der Monte Bondone mit 1400 Hm bezwungen werden. Trotz den Hitzestrapazen vom Vortag waren wir soweit erholt und konnten konstant hochkurbeln. Es wurde noch mal bei manchen Teams um Minuten und Plätze gefightet, aber wir hatten soweit unsere Platzierung sicher. Noch zwei kleinere Anstiege und dann kam die ersehnte Kurve, als plötzlich der Gardasee uns zu Füßen lag. Die letzte Abfahrt ins mediterrane Arco war Gänsehautfeeling und Genuss pur. 31:31h saßen wir insgesamt im Sattel und jeder verspeiste dabei ungefähr 2,5kg Energie- Gels. Kein Wunder, dass Martins Schokoladenhunger in dieser Woche gegen Null tendierte. Was soll man sagen, wenn man bei bestem Wetter solch eine fantastische Tour fahren darf, ohne Panne und Sturz, ohne nennenswerten Einbruch und dann noch in den Top Ten mit dem 7. Rang platziert? Wir haben ein großes Dankeschön Richtung Himmel geschickt.Ein besonderer Dank geht auch an unsere vier Betreuer Elfi&Basti und Birgit&Holger, die unser Wohnmobil zuverlässig vom Start zum Ziel gefahren haben. Basti versorgte uns mit wertvollen Tipps aus seinem großen Erfahrungsschatz. Danke auch an alle, die mitgefiebert und sich mit uns gefreut haben. |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 07. Juli 2010 um 04:39 Uhr |



Am 1. Dezember 2009 wussten wir es sicher: Ein lang gehegter Wunsch ging in Erfüllung. Wir hatten einen der heiß begehrten Startplätze bei der 8.Jeantex TourTransAlp ergattert. Nur 5 Minuten nach Öffnung des Anmeldeportals waren alle 600 Teamplätze vergeben und wir durften als eins der 80 Mixed- Team dabei sein.
Am nächsten Tag ging es von Beginn an bergauf auf das Dach der Tour, dem Timmelsjoch auf 2500MüM. Und hier begann sie uns zu packen: die Begeisterung für die Sache.
Was soll man sagen, wenn man bei bestem Wetter solch eine fantastische Tour fahren darf, ohne Panne und Sturz, ohne nennenswerten Einbruch und dann noch in den Top Ten mit dem 7. Rang platziert? Wir haben ein großes Dankeschön Richtung Himmel geschickt.